Saturday, 21 September 2013

Zu wenig Geduld...

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, so ist es auch beim Tennis-Trading. Derzeit fehlt mir sowohl während des einzelnen Tennismatches als auch im Gesamtkontext die Geduld. Mit der Brechstange wird ein Einstiegspunkt gesucht anstatt auf den richtigen Moment zu warten. Sowohl Sousa (gegen Garcia-Lopez) als auch King (gegen Zhang) waren - nachdem ich den Trade gesetzt habe - chancenlos. Hätte ich 1-2 Games länger abgewartet, wäre dies offensichtlich(er) geworden. Die Bilanz ist erschreckend. Sieben Trades habe ich diese Woche getätigt, dabei wurde jeder mit Verlust abgeschlossen.

Noch ernüchternder ist die Tatsache, dass ich vor dem Eintritt in die Academy deutlich erfolgreicher agierte. Ich bin jedoch der Überzeugung, dass es nicht an den neuen Strategien liegt. Viel mehr hat es damit zu tun, dass die Einstellung nicht stimmt. In den Anfängen als Fulltime-Trader hatte Sultan ähnliche Probleme. Dies erkennt man in seinem Blog gut: Centre Court Trading.

Im privaten Umfeld (Job, Wohnung usw.) sind einige Dinge zu klären. Erst wenn dort Klarheit herrscht, dürften die Voraussetzungen stimmen um erfolgreich zu traden. Trotzdem nimmt man einige positive Aspekte aus den ersten zwei Wochen in der Academy mit:
  • Ein striktes Moneymanagement und klar definierte Ausstiegszeitpunkte (an welche ich mich meistens hielt) verhinderten das Schlimmste. Insgesamt nahm das Konto trotz sieben verlorenen Wetten nur um 5.77% ab. Dank erfolgreichen Fussball-Wetten ist der Rückgang praktisch nicht spürbar.
  • Die Disziplin hat zugenommen. Zu Beginn wurden die Austiegsszeitpunkte oft ignoriert, was zu einem Totalverlust der Einsätze führte. Zuletzt verlor ich bei schlechten Trades weniger, da die Strategie strikt befolgt wurde.
  • Das Know How der Spieler hat zugenommen. 
  • Man tradet mittlerweile den Markt und nicht mehr die Spieler. Die Grundsätze des Value-Tradings sind verstanden.
Da die letzten Wochen gemäss Mentor Sultan tatsächlich schwierig waren (und er selbst nur den Breakeven schaffte), ist man über die Bilanz nicht besonders beunruhigt. Klar ist ein ROI von -5.77% kein Geniestreich, aber bereits eins bis zwei erfolgreiche Trades bringen mich in den grünen Bereich zurück. Insofern kann man nur darauf hoffen, dass die derzeit negative Standardabweichung bald der Vergangenheit angehört.







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